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Elliott Dance Collective – »I forgot to remember«

Eine Choreografie zwischen Wissenschaft, Literatur, Tanz und Musik

Können wir unseren Erinnerungen trauen? Wie verändert sich eine Erinnerung im Laufe der Zeit? Wie wird eine Erinnerung gefestigt? Welche Erinnerungen erzählen wir – und welche nicht? Was ist Realität?

Die kollaborative Produktion unter der choreografischen Leitung von Simone Elliott, die 2021 mit dem Kulturförderpreis der Stadt Regensburg ausgezeichnet wurde, setzt sich mit dem Erinnern und Vergessen, einem universellen und gleichzeitig individuellen Aspekt menschlicher Psychologie auseinander. Die Idee entstand durch Daniel Schacters Publikation »The Seven Sins of Memory: How the Mind Forgets and Remembers«. Angelehnt an die 7 Todsünden erforscht er die 7 »Sünden« des Gedächtnisses, wie wir – bewusst oder unbewusst – erinnern und vergessen.

Ausgehend von Schacters Werk entstehen Kurzgeschichten von Sofie Elliott, die auch die persönlichen Erfahrungen der Tänzerinnen und Tänzer miteinbeziehen. Anschließend wird eine Choreografie erarbeitet, bei der die Geschichten durch Tanz und Musik visualisiert werden. Es findet eine Verschmelzung zwischen Wissenschaft, Literatur, Tanz und Musik statt und lässt die Konstruktion und Manipulation unseres Gedächtnisses sichtbar und erfahrbar werden – von dramatisch über melancholisch bis humorvoll und grotesk. Das Tanzstück lädt das Publikum dazu ein, seine eigenen Erinnerungen zu hinterfragen und sich selbst besser kennenzulernen. Denn die sieben „Sünden“ des Gedächtnisses begehen wir alle. Das Tanzstück wird gefilmt und die Kurzgeschichten werden mit Illustrationen der Malerin Barbara Muhr publiziert. So entsteht ein einzigartiges, kollaboratives Regensburger Projekt, bei dem sich Tanz, Literatur, Musik, Film und Malerei verbinden.