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Don Camillo und Peppone

Ein zeitloser Klassiker

Italien, 1946: der Krieg ist vorbei, doch in Brescello, einem kleinen Dorf in der Po-Ebene herrscht nach der Wahl des Kommunisten Peppone zum Bürgermeister Aufregung.

Der resolute Dorfpfarrer Don Camillo gerät immer wieder mit Peppone aneinander. Nicht selten wird der Konflikt mit den Fäusten entschieden – notfalls auch mit dem Gewehr, das Camillo in der Sakristei versteckt hält. Nicht einmal Jesus am Kreuz kann den aufgebrachten Pfarrer besänftigen und auch nicht Fräulein Cristina, die alte Lehrerin, die versucht, die »dummen Buben« zur Vernunft zu bringen.

So treten sie gegeneinander an: schlitzohrig und wortgewandt der eine, sturköpfig und unnachgiebig der andere. Und das verschlafene Nest wird Schauplatz eines Kampfes zwischen traditionellen und fortschrittlichen Werten. Solange es bloß um Pläne und Ideale geht, sorgt der Streit nur für Unfrieden im Ort. Doch nicht selten schlägt die Stimmung um und bald zeigen ein Streik, eine verheerende Überschwemmung und die vermeintlich tragische Liebesgeschichte der reichen Gina und des armen Mariolino den Streithähnen deutlich, dass eine bedingungslose Konfrontation das Dorf ins Elend stürzen kann.

Don Camillo und Peppone müssen zusammenarbeiten – ob sie wollen oder nicht. Ein moralischer Appell von zeitloser Gültigkeit.

Bilder


Über die Figuren


Don Camillo und Peppone, die Hauptfiguren einer Reihe von Erzählungen und Romanen des Satirikers Guareschi sind in Deutschland hauptsächlich bekannt durch die Verfilmungen mit mit Fernandel als Don Camillo und Gino Cervi als Peppone.

Sie skizzieren das ländliche Italien kurz nach dem Zweiten Weltkrieg – den Zwiespalt zwischen tradierten Werten, gesellschaftlicher Aufbruchsstimmung und politischer Rivalität im Klima des Kalten Krieges.

Die Figur des Don Camillo Tarocci ist nach Don Camillo Valota benannt, einem katholischen Priester, Partisanen und Gefangenen der Konzentrationslager Dachau und Mauthausen, Bürgermeister Giuseppe Bottazzi, genannt Peppone, dagegen ist eine Anspielung auf Stalin. (Peppone, eigentlich eine Vergrößerungsform, ist ein Spitzname für Giuseppe. Während der 1950er Jahre nannte man in Italien Josef Stalin schlicht »Peppone«.)

Guareschis Erzählungen verstehen sich als moralischer Appell an die damaligen politischen Lager, den Wiederaufbau nach der Überwindung der faschistischen Mussolini-Diktatur gemeinsam zu gestalten.