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Der Ansager einer Stripteasenummer gibt nicht auf

von Bodo Kirchhoff mit Robert Gregor Kühn

»Guten Abend, meine Damen und Herren, Sie sehen hier diesen gewöhnlichen Holzstuhl; er ist das einzige Requisit für den wohl letzten klassischen Striptease auf deutschem Boden, den anzusagen man sich nicht genieren muss. Uns alle erwartet eine Person, die es weder nötig hat, das Datum ihrer Geburt, noch den eigenen Namen zu ändern, die Sie getrost so nennen können, wie ihr Taufschein es vorsieht, nämlich Andrea, wobei ich mir, als ständiger Begleiter, auch erlaube, Andreas zu sagen…«

Ein Conférencier betritt die Bühne und wartet mit dem Publikum auf die angebetete Künstlerin, doch die will partout nicht erscheinen… Robert Kühn nimmt das Publikum mit auf einen packenden Parforceritt zwischen Komik und Tragik, Größenwahn und seelischer Entblößung, Slapstick und voyeuristischer Nabelschau.

Presse


Robert Georg Kühn unterhält das Publikum so gut, dass es schon fast vergisst, warum es eigentlich hier ist. Seine Interaktion mit dem Publikum ist hervorragend. Es ist ein Spiel mit Worten, eine Ode an die deutsche Sprache, der sonst jedwede Erotik abgesprochen wird. […] Starker Applaus für den unerwarteten Seelen-Striptease.

Donaukurier 02/2018